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Zähneknirschen, das lästige Leiden - Ursachen, Folgen und Tipps

Zusammenfassung: Im Fachjargon spricht man beim Zähneknirschen von „Bruxismus“. Das nächtliche Aufeinanderpressen der Kiefer findet meist unbewusst statt und kann verschiedene Ursachen haben. Forscher gehen davon aus, dass insbesondere seelischer Stress und Anspannung das Zähneknirschen auslösen. Sofern Sie unter Bruxismus leiden, empfehlen wir Ihnen daher Entspannungstechniken, Massagen sowie eine gesunde Ernährung und Sport. Aufbiss-Schienen speziell gegen das nächtliche Knirschen, können Sie bei Ihrem Zahnarzt erhalten.

"Komm, beiß´ die Zähne zusammen, das schaffst Du schon!" oder "Sie erledigte ihre Steuererklärung fristgerecht, aber mit Zähneknirschen." Sicherlich kennen Sie diese Redewendungen aus dem Alltag. Aber wussten Sie auch, dass dahinter ein richtiges Volksleiden steckt?

1) Zähneknirschen oder auch Bruxismus - was ist das?

Wenn Mediziner von Bruxismus sprechen, meinen sie das Knirschen mit den Zähnen. Dieses Aufeinanderpressen oder Malmen der Kiefer findet unbewusst meist nachts statt, während wir schlafen. Es kann aber auch tagsüber in wachem Zustand hin und wieder auftreten. Dabei werden extrem starke Kräfte freigesetzt, die auf die kleinen Zahnflächen einwirken. Der Druck ist bei diesen unbewussten sogenannten Parafunktionen um ein vielfaches höher als beim normalen kontrollierten Kauvorgang. Sie können sich sicher vorstellen, dass dieser enorme Druck massive Schäden an Zähnen und Zahnfleisch bewirken kann.

2) Ursachen des Zähneknirschens

Die Ursachen sind bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Forscher und Mediziner gehen davon aus, dass das Aufeinanderpressen oder Knirschen mit den Zähnen seelische Ursachen hat. Alltagsstress und seelische Belastungen entladen sich in der nächtlichen Anspannung des Kiefers unbewusst. Ursprünglich diente die Stressreaktion uns Menschen dazu, in Momenten der Gefahr blitzschnell zu reagieren - mit Angriff oder Flucht. Dabei wird unser Gehirn mit Stresshormonen geflutet. Adrenalin, Dopamin und Cortisol bewirken, dass wir Energiereserven freisetzen, die uns genug Kraft geben, um zu kämpfen oder wegzulaufen. Man könnte annehmen, dass diese überschüssige Energie in der heutigen Zeit über das Arbeiten mit den Kiefern auf den Zähnen abgebaut wird.

3) Auswirkungen des Zähneknirschens

Betroffene klagen meist über Risse in der Zahnhartsubstanz oder über Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Weitere Folgen sind stark abgeriebene Zähne - oftmals ist sogar das Dentin oder Zahnbein unter dem Zahnschmelz betroffen. Wenn das Knirschen über einen langen Zeitraum anhält, entstehen sichtbare Abnutzungen (Schlifffacetten) , die Schneidekanten sind stark abgerieben und Zähne können sich lockern - bis hin zum Zahnverlust. Neben den Zähnen, den Kiefern und den Zahnhalteapparaten ist auch die funktionelle Muskulatur betroffen. Durch die starke, unnatürliche Beanspruchung der Kiefermuskulatur können Migräne, starke Kopfschmerzen sowie Nacken- und Rückenschmerzen entstehen, die Betroffene zusätzlich belasten. Ebenso können Funktionsstörungen des Kiefergelenks auftreten. Auch wenn der Betroffene es nicht bewusst wahrnimmt, können Müdigkeit und Abgeschlagenheit die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden beeinflussen. Doch auch diese Auswirkungen auf die seelische Gesundheit sind nicht zu vernachlässigen: Abgeschlagenheit, Leistungsabfall, Verstimmtheit bis hin zu Depressionen können die Folge von Zähneknirschen sein. Zähneknirschen ist also keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen und sollte unbedingt behandelt werden.

4) Was kann man gegen Zähneknirschen tun? Lesen Sie unsere Do's und Dont's:

Do's:

- Entspannungstechniken haben sich in der Stressbewältigung und somit gegen das Zähneknirschen bewährt. Zahlreiche verschiedene Techniken und Anwendungen können Ihnen dabei helfen, besser mit Stress umzugehen und Belastungen im Alltag gut zu bewältigen. Ob Achtsamkeitsübungen, Atemtherapie, Autogenes Training oder Yoga - jede dieser Techniken bietet Ihnen die Möglichkeit, sich zu entspannen und achtsamer mit sich umzugehen. Welche dieser Techniken optimal für Sie ist, hängt ganz von Ihren individuellen Vorlieben ab. Probieren Sie einfach aus, welche Entspannungsübungen Ihnen gefällt und hilft.

- Massagen wirken entspannend auf Körper und Geist. Der vom Knirschen schmerzende Nackenbereich wird gelockert und die Auszeit vom Alltag bringt Ruhe und Entspannung. Gönnen Sie sich ruhig ab und zu eine Ganzkörper- oder Fußreflexzonenmassage. Bei bleibenden Beschwerden ist der Gang zum Physiotherapeut sinnvoll.

- Gesunde Ernährung und Sport bilden die Grundlage für ein gesundes Leben. Sport hilft uns dabei, Stress abzubauen und ruhiger und gelassener zu werden. Wenn Sie nicht so gerne Sport treiben, können Sie auch spazieren gehen. Sich täglich eine halbe Stunde in der Natur zu bewegen macht den Kopf frei und bringt Sie auf neue Gedanken. Ganz wichtig: Schalten Sie dabei am besten Ihr Handy aus und gönnen Sie sich diese kleine persönliche Auszeit.

- Aufbiss-Schienen, auch Knirscher-Schienen genannt, erhalten Sie bei Ihrem Zahnarzt. Diese aus Kunststoff hergestellten Schienen werden speziell an Ihren Oberkiefer angepasst und sollten nachts getragen werden. Sie schützen Ihre Zähne vor dem gefährlichen Abrieb, indem sie den Druck abfangen und besser verteilen und können so für einen entspannteren Schlaf sorgen. Die Schienen werden in den meisten Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dennoch ist die Knirscher-Schiene eher als Prävention für Schäden am Gebiss zu betrachten: Sie behandelt zwar die Symptome, die Ursachen werden mit ihrer Hilfe aber nicht beseitigt. Das Tragen der Schiene wirkt sich meistens positiv auf Beschwerden wie Kopf- und Nackenschmerzen aus. Zur dauerhaften Verbesserung bleibt aber das Ausschalten der Ursachen unerlässlich.

Don'ts:

- Alkohol und Nikotin sind keine gute Wahl zur Stressbewältigung. Alkohol ist neben zahlreichen anderen Nebenwirkungen für einen unruhigen Schlaf verantwortlich und begünstigt somit das Knirschen in der Nacht nur noch mehr. Alkohol und Nikotin greifen darüber hinaus die bereits geschädigten Zähne weiter an - daher sollte im besten Fall ganz auf sie verzichtet werden.

- Einfach Ignorieren ist ebenfalls keine gute Idee. Erfahrungsgemäß geht das Zähneknirschen nicht einfach so weg. Oftmals bemerken Betroffene gar nicht selbst, dass sie mit den Zähnen knirschen. Sie werden meist von anderen darauf hingewiesen, da es mitunter recht laut dabei zugehen kann. Auch wenn Sie jetzt noch keine direkten Auswirkungen bemerken, der Abrieb Ihrer Zähne schreitet langsam aber stetig voran. Daher ist es besser, den Schäden am Gebiss zum Beispiel mit einer Schiene vorzubeugen.

5) Fazit

Zähneknirschen ist zwar lästig, aber keinesfalls etwas, womit Sie sich abfinden müssen. Wichtig ist, dass sie aktiv werden und gut für sich sorgen, um Folgeschäden am Gebiss und an Ihrer Muskulatur vorzubeugen. Auch wenn es im Alltag manchmal stressig zugeht ist es ratsam, sich immer wieder eine kleine Auszeit zu nehmen. Entschleunigung kommt nicht nur Ihren Zähnen, sondern auch dem gesamten Organismus zugute.

Möchten Sie mehr zum Thema „Zähneknirschen“ erfahren? Wir stehen Ihnen bei Fragen immer gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns über unser Kontaktformular, oder senden Sie uns eine E-Mail.

Bildquelle: Pexels, Pixabay

 

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